„Im Untergrund arbeiten“ bedeutet immer auch, langsam arbeiten. Wir würden gern die Chroniken besser und schneller bearbeiten, drucken und verteilen, doch angesichts der Gefahren, die eine Entdeckung mit sich brächte, dürfen wir nichts überstürzen.
Ich bin jedoch stolz, euch mitzuteilen, dass wir die ersten Exemplare noch in der kommenden Saison verteilen können. Freundinnen, bald ist es soweit und die Geschichte von Anna und Jacek wird zum Wort, das wir vernehmen können.

Diese erste Auskopplung der Chroniken als Akte heißt „OBEN – UNTEN“ und kann als Mitglied direkt angefordert werden. Oben und unten, weil sich die Welt scheinbar einmal auf den Kopf gestellt hat. Es ging so schnell, dass wir Frauen dabei den Kopf und damit unsere Erdung verloren haben. Oben erzählt von der Veränderung der Gesellschaft an der Oberfläche und Unten zeigt den Weg in den Untergrund gut auf. Mitglieder können diese Akt nach Vorlage passender Münzen ab sofort einsehen:
Die Akte ist sehr ausführlich aus dem Zeugenmaterial von Anna und Jacek Kowalski zusammengestellt. Anna hat ihre Aufzeichnungen zwischen zwei Diensten mit oft nur einem Satz pro Tag eingesprochen, Jacek hat seine geschrieben. Die Berichte Annas haben wir Wort für Wort schriftlich übertragen. Wir haben beide Zeugnisse belassen, wie wir sie gefunden haben. Wo die Zuordnung unsicher war, ist es vermerkt.
Die Akten dokumentieren, wie die Uturistis von Beginn an mit Ausschluss und Einschüchterung arbeiteten und wie die Lolitas als ihr Schlagarm auftraten, lange bevor eine das benannte. Dazu die ersten Monate unter Tage, aus denen sonst kaum Material vorliegt. Das sind unsere unmittelbarsten Dokumente als Zeugenschaft.
Die Formel des Impfstoffs ist nicht enthalten. Diese müssen wir leider in diesen Zeit strenger schützen und bitten um Verständnis.
Die Aktenführung lautet: ISBN: 9783911-5320-06 (TB) bzw. ISBN: 9783911-5320-13 (GB)
Aktuell arbeiten wir an einer Akte, die noch vor dem vermeintlichen Krieg spielt. Es ist ein besonders interessanter Fall, da es sich um nicht-aufgeklärte Mordfälle handelt, die die Machenschaften des Ordens der vielen Gesichter sehr deutlich darstellt. Auch, welche politische Rolle er spielt hinsichtlich des Krieges. Parallel arbeiten wir natürlich auch an der Akte der Kriegsaufzeichnungen, was wir gefunden haben, wovon einige Schwestern selbst Zeugin wurden, allerdings lässt sich das Material teilweise schlecht zuordnen. Wir bitten um Geduld, liebe Schwestern.
Ein weiterer Punkt, an dem wir arbeiten, ist der Erhalt und Rettung von alten literarischen Werken, von künstlerischen Werken und allem, was erhaltenswert ist, obwohl es auf dem Index steht. Ich brauche euch nicht zu erklären, wie sich unsere Welt veränderte. Welche vermisst nicht die alte Liebestragödie Romeo und Julia, wenn sie statt dessen diese Lesbierversion Julia und Juliette lesen muss. An unkorrigierte Fassung von den alten Schmachtfetzen heranzukommen, ist inzwischen genauso schwierig geworden, wie die korrigierte Geschichte so zu entschlüsseln, dass man ihrer habhaft werden kann. Heute machen sich viele Feminista daran, im Auftrag der Forschung, die alten Märchen in ihrer Ursprünglichkeit zu erzählen, den Frau Holle ist nicht nur eine Gute-Nacht-Geschichte, sie ist Teil der Erzählung von der Großen Göttin, der Muttergöttin in Form der alten Weisen. Wir Schwestern schätzen diesen Schritt sehr. Doch statt die die Mythen von Odysseus damit zu ersetzen, wollen wir erwirken, dass beide nebeneinander bestehen dürfen.
Liebe Schwestern, bitte erhaltet mit uns auch diesen Teil der Wahrheit, so gut es geht. Was wäre die Wahrheit ohne ihre perspektivische Vielfalt?
Eure MIA
